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Ein Mädchen oder ein Junge?

Das war eine der häufigsten Fragen, die die Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Kinderakademie in einer Biologiestunde im Mai stellten. Das Thema der Stunde: eine Fischpräparation. Aus Coronagründen in der 5. Klasse entfallen, wurde dieses Vorhaben im Mai 2022 nachgeholt. Nach anfänglicher Skepsis mancher Kinder waren schließlich alle mit Feuereifer dabei. Natürlich vollständig ausgestattet mit Kittel, Handschuhen, Schere, Skalpell, Präpariernadel und Pinzette kam der Ausruf einer Schülerin: „Ich wollte schon immer mal operieren!“

Die Mädchen und Jungen arbeiteten letztlich so akkurat, dass bei der Präparation keines der inneren Organe des jeweiligen Fisches beschädigt wurde. Sogar die empfindliche Schwimmblase konnten luftgefüllt entnommen werden.

Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler lernten am Naturobjekt den äußeren und inneren Bau eines Fisches kennen. Unklarheiten zu Bau und Funktion des Seitenlinienorgans und wo es sich befindet, sowie Fragen wie "Wie sitzen die Schuppen in der Haut des Fisches?" oder "Wie sieht die Schwimmblase aus?" konnten bei dieser praktischen Tätigkeit aufgezeigt werden.

Besonders fasziniert waren die Kinder vom Aussehen und dem Aufbau der Kiemen. Die am meisten ersehnte Antwort betraf jedoch die Klärung der Frage, ob man ein Männchen oder ein Weibchen vor sich auf dem Seziertisch zu liegen hatte.

Neben der getrockneten Schwimmblase gingen die Schülerinnen und Schüler mit dem Fischgeruch in der Nase und vielen neuen Erkenntnissen im Gepäck nach Hause. Nun, wie hoffentlich jeden Tag, etwas wissender. Non scholae, sed vitae discimus!